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Forstwirtschaft

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In der Profillinie "Forstwirtschaft" wird ein weites Spektrum an Fächern vermittelt, welche für eine spätere Tätigkeit in einer Verwaltung oder einem Betrieb der Forst- und Holzwirtschaft oder verwandter Bereiche relevant sind. Dazu gehört die Qualifikation für den in den meisten Bundesländern angebotenen forstlichen Referendardienst (Abschluss Staatsexamen, mögliche Übernahme in den sog. Höheren Forstdienst) oder für das Traineeprogramm "Forst" (Baden-Württemberg).

Schwerpunktmäßig werden in dieser Profillinie die technischen und sozio-ökonomischen Aspekte sowohl der Holznutzung als auch des Schutzes von Waldbeständen behandelt. Dies reicht von der Steuerung des Wachstums von Bäumen und Waldbeständen über die verschiedenen Waldbausysteme und der Forstlichen Planung bis hin zu angepassten Holzernteverfahren mit der dazugehörigen Logistik des Holztransports sowie der anschließenden Holzverwendung in stofflicher oder energetischer Form. Eine ebenso hohe Bedeutung haben ökonomische, rechtliche und politische Fragen im Zusammenhang mit der forstlichen Nutzung und dem Schutz von Wäldern. Ergänzend hierzu befasst sich ein Modul mit Themen des Wildtiermanagements und der Jagdwirtschaft.

Die Profillinie baut inhaltlich auf  den an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen angebotenen Bachelor-Studiengang „Waldwirtschaft und Umwelt“ auf. Unterrichtsformen sind Vorlesungen, Seminare, Gruppenarbeiten, Übungen und zahlreiche, oft mehrtägige Exkursionen.

 

Karrieremöglichkeiten

Die deutschsprachige Profillinie „Forstwirtschaft“ bereitet die Studierenden in erster Linie auf die klassischen forstlichen Tätigkeiten innerhalb Deutschlands vor. Dazu gehören Führungspositionen bei der Bewirtschaftung von staatlichen und kommunalen Wäldern (sog. Höherer Forstdienst), die Betreuung von Körperschafts- und Genossenschaftswäldern sowie ähnliche Tätigkeiten für private Forstverwaltungen.

Daneben ist die Profillinie auch eine optimale Grundlage für eine anschließende wissenschaftlich ausgerichtete Tätigkeit in forstlichen Universitätsinstituten oder forstlichen Versuchs- und Forschungseinrichtungen.

Die Holzindustrie mit den Bereichen Holzeinkauf, Logistik und Holzhandel ist ein weiterer potenzieller Arbeitgeber für Absolventen dieser Profillinie. Zusätzliche Arbeitsmöglichkeiten ergeben sich regelmäßig bei Verbänden der Forst- und Holzwirtschaft sowie des Naturschutzes, im Bereich der Bioenergie oder bei forstlich-landespflegerischen Planungsbüros. Auch international tätige Organisationen in der Entwicklungszusammenarbeit und Consulting-Firmen stellen oft Absolventen dieser Profillinie ein. Dabei sind Auslandserfahrungen und zusätzliche Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil.

Für die Laufbahn des höheren Forstdienstes werden je nach Bundesland unterschiedliche Anforderungen bezüglich der belegten Kurse gestellt. Eine selbst erstellte Übersicht gibt es hier.
 

  Hans-Peter Kahle 

Profillinienleiter

Hans-Peter Kahle

 

Telefon:  +49 761 203 3739

Email:

 

Erstes Semester (Winter)

Zweites Semester (Sommer)

 

Beschreibung der einzelnen Module

 

Waldnutzung und Naturschutz

Modulkoordination

Dr. Janine Schweier

Weitere beteiligte Lehrende

Dr. T. Fillbrandt, Prof. Dr. W. Konold, , PD Dr. H.-P. Kahle, Dr. Chr. Morhart, Dr. M. Opferkuch, Dr. U. Matthes (LA), Dr. P. Wattendorf (LA), T. Weich (LA), Dr. T. Kaphegyi (LA)

Lehrmethoden

Vorlesungen, Exkursionen

Prüfungsform

Schriftliche Prüfung (90 min)

Inhalte

Das Modul gibt einen Überblick über aktuelle Konzepte, Projekte und Instrumente im Hinblick auf Konflikte und Synergien zwischen nachhaltiger Holznutzung und Belangen des Naturschutzes im Wald. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Wäldern in Südwestdeutschland, deren Bewirtschaftung und Baumartenausstattung. Es werden sowohl ökologische, betriebswirtschaftliche als auch sozioökonomische Aspekte und verschiedene Waldbesitzformen betrachtet. Weiterhin lernen die Studierenden staatliche Naturschutzkonzepte und Naturschutzprogramme für den Wald wie Vertragsnaturschutz oder Öko-Konto kennen. Anhand von jeweils aktuellen Beispielen werden die Probleme, das grundsätzliche Vorgehen bei Konflikten und Lösungsmöglichkeiten vorgestellt und mit den Studierenden diskutiert. Dabei liegen die Beispiele sowohl im als auch außerhalb des geschlossenen Waldes (u.a. Sukzessionsflächen, Nasslagerflächen, Sonderstandorte). Eintägige Exkursionen veranschaulichen die Probleme, Zusammenhänge sowie die praktische Umsetzung von Maßnahmen.

Qualifikations- und Lernziele

Die Studierenden kennen die aktuellen Konflikte und Synergien zwischen nachhaltiger Holznutzung und Naturschutz aus ökologischer und sozio-ökonomischer Sicht bei den derzeit wichtigsten Problemfeldern. Sie kennen das grundsätzliche Vorgehen bei Nutzungskonflikten im Wald. Die Studierenden kennen den aktuellen Forschungsbedarf und laufende Forschungsprojekte. Sie können alternative Optionen der Waldbewirtschaftung entwickeln und deren Auswirkungen auf die Holznutzung (naturale und finanzielle Auswirkungen, Arbeitssicherheit) und auf Schutzaspekte bewerten.

Literatur und Arbeitsmaterial

  • Bollmann K., Bergamini A., Senn-Irlet B., Nobis M., Duelli P., Scheidegger Chr. (2009): Konzepte, Instrumente und Herausforderungen bei der Förderung der Biodiversität im Wald. Schweizerische Zeitschrift Forstwesen 160 (3): 53–67
  • Landesbetrieb ForstBW (Hrsg.) (2017): Alt- und Totholzkonzept Baden-Württemberg. Stuttgart. 44 S.
  • Landesbetrieb ForstBW (Hrsg.) (2015): Gesamtkonzeption Waldnaturschutz ForstBW. Stuttgart. 60 S.
  • Reif, A., Coch, T., Knoerzer, D. & Suchant, R. (2001): Wald - Landschaftspflege in verschiedenen Lebensräumen. - In: Konold, W., Böcker, R. & Hampicke, U. (Hrsg.): Handbuch Naturschutz und Landschaftspflege. 4. Ergänzungslieferung zur Loseblattsamlung, März 2001. Wiley VCH, Weinheim. 88 S.
  • Scherzinger, W. (1996): Naturschutz im Wald - Qualitätsziele einer dynamischen Waldentwicklung. Stuttgart. Verlag Ulmer. 447 S.

Zusätzliche Literatur wird zu Beginn des Moduls auf ILIAS bereitgestellt.

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Forstökonomie

Modulkoordination

Dr. Rasoul Yousefpour

Weitere beteiligte Lehrende

Prof. Dr. Marc Hanewinkel, Dr. Roderich von Detten

Lehrmethoden

Vorlesung / Lehrgespräch / Übung / etc.

Prüfungsform

Klausur

Inhalte

Teil A: (Übungen/Planspiele)

Einführung in die Betriebswirtschaftslehre anhand zweier Planspiele zum betriebl. Leistungssystem. Inhalte: unternehmerisches Denken, Wertschöpfung im Unternehmen; betriebliche Kennzahlen und ihre Analyse, Bilanzanalyse, Produktionssteuerung und strategisches Management von Unternehmen, betriebswirtschaftliche Entscheidungsfindung

 

Teil B: (z.T. Grundlage Forstökonomie)

  • Ökonomie des Waldes
  • Waldbewertung – generelle Einführung,
  • Privatwaldverkauf
  • Wert und Bewertungsverfahren, die wichtigsten Grundlagen und Verfahren der klassischen Waldbewertung, praktische Waldbewertung, Waldwertermittlungsrichtlinien

 

Teil C: Waldentscheidungen & Beispiele aus der Forschung

  • Betriebliche Analyse und Entscheidungsfindung
  • Ökonomische Analyse der Waldanpassungen an den Klimawandel
  • Waldumbauplanung
  • Waldoptimierung

 

Qualifikations- und Lernziele

  • Wissenserwerb: Grundlagen des Managements von Forstbetrieben; Einführung betriebl. Leistungssystem; Grundlagen zu Wert und Bewertung
  • Methodenkompetenz: Fähigkeit zur betriebswirtschaftlichen Analyse; Anwendung von Entscheidungsfindungsmethoden; Darstellung von Analyseergebnissen; praktische Waldbewertung
  • Anwendung vorhandenen Wissens auf konkreten Fall sowie problembezogene Erarbeitung notwendigen neuen Wissens
  • Teamarbeit / Präsentationsfähigkeit verbesser
  • Texte mit theoretischem Anspruch lesen, darüber reflektieren und diskutieren, komplexe Fallbeispiele in der Gruppe erarbeiten und diskutieren.

Literatur und Arbeitsmaterial

Lehrbuch "Management von Forstbetrieben" von Gerhard Oesten & Axel Roeder - alle drei Bände sind auf der Webseite des Instituts für Forstökonomie unter http://www.ife.uni-freiburg.de/lehre/lehrbuch als freie Downloads verfügbar.
Weiterführende Literatur wird zu Kursbeginn bereitgestellt.

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Verfahrenstechnik, Holzernte, Logistik

Modulkoordination

Dr. Martin Opferkuch

Weitere beteiligte Lehrende

Prof. Dr. D. Jaeger (LA), Dr. U. Seeling, Dr. T. Fillbrandt, PD Dr. Thomas Smaltschinski (LA)

Lehrmethoden

Vorlesung, Lehrgespräch, Übungen

Prüfungsform

Portfolio (Klausur 60 min, Präsentation, GIS-Kenntnischeck)

Inhalte

Das Modul befasst sich mit der technischen Planung und der Logistik forstlicher Produktion entlang der Forst-Holz-Kette von der Holzernte und -bereitstellung bis zum Holztransport.

Dabei werden u.a. folgende Themenfelder behandelt: Akteure der Forst-Holz-Kette mit ihren Zielen und Aufgaben und resultierende Restriktionen und Möglichkeiten, Methoden und Verfahren zur Hiebsdatenerfassung, Technik und Kosten von Holzernteverfahren in befahrbaren und nicht-befahrbaren Lagen, innovative Holzernteverfahren in nicht-befahrbaren Lagen, daraus resultierende verschiedene Bereitstellungsformen von Rohholz, Möglichkeiten der Anwendung von DV-Programmen zur Planung der Holzbereitstellung, Aufbau eines Forstlichen Informationssystems (FIS), Berechnung von Holzerntekosten und – erlösen, Transportmöglichkeiten und -optimierung, Wirkungen auf die Umwelt und soziale Implikationen der Holzernte sowie Restriktionen, Fragen der Erschließung und deren Auswirkungen auf die Umwelt, Schäden durch Befahrung, Bewertung der Nachhaltigkeit von Arbeitsverfahren und der Forst-Holz-Kette insgesamt (Sustainability Impact Assessment). Die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Systeme werden diskutiert um Optimierungspotenzial hinsichtlich einer effizienteren Gestaltung der Abläufe in Forst-Holz-Ketten ableiten zu können.

Praktischer Teil DV-gestützte Nutzungsplanung: In Fallstudien für unterschiedliche Bestände werden die nutzungsrelevanten Gelände-, Erschließungs- und Bestandesdaten erhoben und analysiert um die geeigneten Holzernteverfahren auszuwählen. Dabei werden DV-Programme zur Holzbereitstellungsplanung eingesetzt. Auf der Grundlage der Mengen und Qualitäten der ausscheidenden Bestände werden für alternative Holzernteverfahren die Holzerntekosten und -erlöse auch mittels Einsatzes des Programms HOLZERNTE der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Freiburg untersucht. Weitere Punkte sind die Herleitung von Arbeitsvolumen und Arbeitskapazität, Berechnung der Leistungs- und Kostensätze sowie eine kritische Beurteilung der Planung und möglicher alternativer Holzernte- und -bringungsverfahren.

Qualifikations- und Lernziele

Die Studierenden

  • kennen die Methodik der technischen Produktionsplanung sowie dazu erforderliche Parameter und ihre Abhängigkeiten
  • sie können Arbeitsverfahren hinsichtlich ihrer Einsatzbereiche und dabei zu erwartende Produktivitäten bewerten, ihre Auswirkungen auf die Umwelt und den Menschen beurteilen, kritische Punkte benennen und Alternativen entwickeln
  • sie können mit dem Programm HOLZERNTE der FVA selbständig Kalkulationen vornehmen

Klassifikation der Qualifikations- und Lernziele nach BLOOM (1973):
1= Kenntnisse: Wissen reproduzieren können; 2= Verständnis: Wissen erläutern können; 3= Anwendung: Wissen anwenden können; 4= Analyse: Zusammenhänge analysieren können; 5= Synthese: eigene Problemlösestrategien angeben können; 6= Beurteilung: eigene Problemlösestrategien beurteilen können

Literatur und Arbeitsmaterial

Introduction to Forest Operations and Technology, Jori Uusitalo
Verlag: JVP Forest Systems Oy
Sprache: Englisch
ISBN: 978-952-92-5269-5

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Forstplanung (Forsteinrichtungs-Projekt)

Modulkoordination

Prof. Dr. Marc Hanewinkel

Weitere beteiligte Lehrende

Naomi Radke, Dr. Peter Kramer (RP Freiburg), Bernhard Koch (ForstBW)

Lehrmethoden

Vorlesung, Übungen im Gelände

Prüfungsform

Klausur, FE-Werk Ausarbeitung

Teilnahmevoraussetzung

Kenntnisse über Forstplanung aus dem BSc Studium

Inhalte

  • Forsteinrichtung im klassisch-kombinierten Verfahren für Altersklassenwälder
  • Planungssysteme für ungleichaltrige Wälder (Kontrollmethode)
  • Verfahren, die Überführungs- und Umbauziele konkretisierten
  • Stratenweise Planung und Simulation

Der Kern dieser Veranstaltung liegt in der praktischen Durchführung einer Forsteinrichtung am Beispiel Mathislewald. Im Modul ‚Waldwachstum und Inventuren“ haben die Studierenden im dortigen Universitäts-Lehrwald eine Stichprobeninventur angelegt. Diese Erfahrung und Datengrundlage nutzend, werden nun die Arbeitsschritte der klassisch kombinierten Forsteinrichtung durchgeführt und abteilungsweise in Gruppen eine Inventur und Planung für die kommenden 10 Jahre erstellt. Die erhobenen Daten werden zu einem neuen Forsteinrichtungswerk zusammengestellt. Bei den Übungen im Wald sind Mitarbeiter von ForstBW eingebunden und gewährleisten eine hohe Praxisrelevanz. Intensive Auseinandersetzung mit Überführungsplanung von gleichaltrigen in ungleichaltrige Wälder.

Qualifikations- und Lernziele

  • Selbständige Durchführung einer Forsteinrichtung im klassisch-kombinierten Verfahren für Altersklassenwälder unter Anleitung von Forsteinrichtern
  • Berücksichtigung von Planungssystemen für ungleichaltrige Wälder (Kontrollmethode)
  • Spezielle Kenntnisse in Verfahren, die Überführungs- und Umbauziele konkretisierten
  • Stratenweise Planung und Simulation
  • Berücksichtigung anderer Ökosystemdienstleistungen und -güter

Die Studierenden verfügen nach erfolgreicher Absolvierung der Lehrveranstaltung über:

  • einen Wissensstand, der Ihnen die Planung und Durchführung einer Forsteinrichtung (1, 2, 3) sowie die Analyse und Interpretation eines Forsteinrichtungswerkes (4, 5, 6) ermöglicht.
  • die Kompetenz das Wissen auch in neuen bzw. unbekannten Zusammenhängen anzuwenden und eigenständig, kreative und innovative Lösungen zu erarbeiten (Anwendungs- und Transferkompetenz).
  • Basierend auf einer konkreten Problemstellung, gruppenweise eine komplexe Aufgabe bearbeiten und das Problem lösen (problembasiertes Lernen)

Klassifikation der Qualifikations- und Lernziele nach BLOOM (1973):
1= Kenntnisse: Wissen reproduzieren können; 2= Verständnis: Wissen erläutern können; 3= Anwendung: Wissen anwenden können; 4= Analyse: Zusammenhänge analysieren können; 5= Synthese: eigene Problemlösestrategien angeben können; 6= Beurteilung: eigene Problemlösestrategien beurteilen können

Literatur und Arbeitsmaterial

  • Oesten, G. und Roeder, A. (2012): Management von Forstbetrieben, Band II (pdf unter http://www.ife.uni-freiburg.de/lehre/lehrbuch).

  • BSc Lehrveranstaltung zu Forstplanung im Rahmen der Vorlesung „Forst-und Umweltökonomie“. Die Folien hierzu werden vorab auf Ilias zur Verfügung gestellt

Weiterführende Literatur wird während des Kurses via ILIAS bereitgestellt.

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Wildtiermanagement und Jagdwirtschaft

Modulkoordination

Prof. Dr. Ilse Storch

Weitere beteiligte Lehrende

Prof. Ulrich Schraml, Max Kröschel, Dr. Luca Corlatti

Lehrmethoden

Vorlesung, Übungen, Exkursion

Prüfungsform

Portfolio

Teilnahmevoraussetzung

Grundwissen Wildtierökologie und Wildtiermangement (BSc)

Inhalte

  • Was ist Wildtiermanagement?
  • Der Einfluss der Jagd auf Wildtiere: Verhalten, Populationsdynamik, Evolution
  • Politische Steuerung im Wildtiermanagement
  • Jagdwirtschaft – ökologische, ökonomische, ethische Aspekte
  • Wald & Wild Problematik
    • Stand der Diskussion, Stand der Forschung
    • Ökologie der Schalenwildarten und ihre Rolle im Ökosystem Wald
    • Lösungsansätze, Fallbeispiele und Best Practice
  • Jagdsysteme in D und anderswo
  • Geht es auch ohne Jagd?
  • Wildtiermanagement in Schutzgebieten

Im Wildtiermanagement geht es um planerisches Handeln zur Kontrolle, zur Nutzung und zum Schutz von Wildtieren. Die Jagd spielt dabei eine wichtige Rolle, aber bei weitem nicht die einzige. Das Modul ist vor allem auf Studierende ausgerichtet, die eine Tätigkeit in den Bereichen Forst und Naturschutz im deutschsprachigen Raum anstreben.

Das Modul umfasst mehrere Tagesexkursionen und in der 3. Woche eine Exkursion in den Schweizerischen Nationalpark (Engadin) mit Schwerpunkt Wildtierökologie und Forschung. Für Studierende, die aus wichtigen Gründen nicht an der Exkursion teilnehmen wollen, besteht alternativ die Möglichkeit eine schriftliche Ausarbeitung anzufertigen; Thema nach Vereinbarung.

Hierzu bitte beachten: Dauer der Exkursion von Sonntag (Anreise) bis Samstag (Rückreise). Anreise mit Institutsfahrzeug und/oder Privat-PKW in Fahrgemeinschaft. Unterbringung in einfachem Quartier mit gemeinsamer Selbstversorgung. Die Kosten für die Verpflegung müssen von den Teilnehmern getragen werden. Eine Beteiligung an Kosten für Transport und Unterkunft können entstehen je nach Zuweisung von Mitteln durch die Fakultät. Die Teilnehmer müssen bereit sein, vor der Exkursion ein Kurz-Referat anzufertigen, das während der Exkursion referiert wird.

Qualifiaktions- und Lernziele

Die Teilnehmer

  • kennen und verstehen die Ziele und Aufgaben von Wildtiermanagement in dem jeweiligen gesellschaftlichen Rahmen (1, 2)
  • differenzieren zwischen der ökologischen Funktion und der gesellschaftlichen Bewertung von Wildtieren im Ökosystem (3,4)
  • können die Interessenskonflikte zwischen den Akteursgruppen Jagd, Forst und Naturschutz auf hohem Niveau diskutieren sowie Regelungsansätze einer kritischen Würdigung unterziehen (4,6)
  • sind in der Lage, zielorientierte Konzepte zum Umgang mit Wildtieren unter Berücksichtigung forstlicher, jagdlicher, naturschützerischer und anderer Interessen zu entwerfen und zu beurteilen (5,6)

Klassifikation der Qualifikations- und Lernziele nach BLOOM (1973):
1= Kenntnisse: Wissen reproduzieren können; 2= Verständnis: Wissen erläutern können; 3= Anwendung: Wissen anwenden können; 4= Analyse: Zusammenhänge analysieren können; 5= Synthese: eigene Problemlösestrategien angeben können; 6= Beurteilung: eigene Problemlösestrategien beurteilen können

Literatur und Arbeitsmaterial

Umfangreiche Fachliteratur wird ab Modulbeginn aus Ilias zur Verfügung gestellt.

Empfohlene Fachbücher (optional):

  • Decker et al. 2012. Human Dimensions of Wildlife Management, ISBN 1421406543
  • Krausman 2002. Wildlife Management, ISBN 0-1328-0850-1
  • Robin et al. 2017. Wildtiermanagement, Haupt-Verlag, ISBN 978-3-258-07792-5

 

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Waldbausysteme und Wachstumssteuerung

Modulkoordination

Prof. Dr. J. Bauhus, PD Dr. Hans-Peter Kahle

Weitere beteiligte Lehrende

Christopher Morhart, Patrick Pyttel, Dominik Stangler, u.a.

Lehrmethoden

Vorlesungen, Lehrgespräche, Exkursionen, Feldübungen

Prüfungsform

Präsentation/Ausarbeitung, mündliche Prüfung

Teilnahmevoraussetzung

Grundlagen in Waldwachstum und Waldbau

Inhalte

Dieses Modul baut auf Grundkenntnissen der Waldwachstumskunde, der Waldökologie und des angewandten Waldbaus auf.  Gegenstand des Moduls sind die Beschreibung, Analyse und Modellierung von Verjüngungs-, Wachstums- und Entwicklungsprozessen von Bäumen und Waldbeständen, deren Modifikation durch natürliche Faktoren, sowie deren Steuerung durch den Menschen.

Den Kern bildet eine Exkursionswoche, die zur praktischen Veranschaulichung klassischer und alternativer Konzepte der Wachstumssteuerung und waldbaulicher Systeme für die wichtigsten Baumarten(gruppen) Mitteleuropas (Waldkiefer, Traubeneiche, Fichte/Tanne, Douglasie, Buche, Edellaubholz, Pappel) dienen. Die Exkursionen führen uns in Betriebe, in denen diese waldbaulichen Systeme eine Tradition haben. Wir beschäftigen uns auf diesen Exkursionen mit verschiedenen Durchforstungs- und Produktionskonzepten, Schirm-, Saum-, sowie Femelschlagverfahren, sowie Zielstärkennutzung und Plenterwaldbewirtschaftung. An jedem Exkursionstag werden von den Studierenden eigenständige Beschreibungen und quantitative Analysen von Waldbeständen angefertigt, sowie Behandlungsoptionen abgeleitet, die als Grundlage für eine bestandesweise Planung im Rahmen der Forsteinrichtung dienen können. Dabei wird besondere Bedeutung auf die Integration aller Waldfunktionen im Sinne der Ziele des Waldbesitzers und der gesellschaftlichen Ansprüche gelegt.

Der Exkursionswoche geht eine ca. fünftägige Vorbereitung voraus. Neben themenspezifischen Einführungen anhand von Lehrbeiträgen und Analysen ausgewählter Texte bereiten die Studierenden die Inhalte der Exkursionen vor. Nach dem Exkursionsblock steht den Studierenden Zeit zur Verfügung, um ausgewählte Inhalte weiterzuentwickeln sowie das Erlernte zu vertiefen und zu reflektieren.

Qualifikations- und Lernziele

  • Studenten können Waldbestände beschreiben und mit quantitativen Methoden analysieren (3, 4)
  • Studenten können Wachstums- und Entwicklungsprozesse von Bäumen und Wäldern beschreiben, deren Modifikation durch natürliche Faktoren erkennen, sowie die Potenziale zu deren Steuerung abschätzen (3, 4, 5)
  • Studenten können auf der Grundlage von Bestandesbeschreibungen und -analysen, zustands- und zielorientierte, waldbauliche Lösungen für die wichtigsten Waldtypen/Baumarten und ihre Entwicklungsstufen entwerfen (4, 5, 6)
  • Studenten kennen die Grundzüge verschiedener Durchforstungs- und Produktionskonzepte, sowie gleichaltriger und ungleichaltriger waldbaulicher Systeme und können diese bei waldbaulichen Planungen anwenden (3)

Klassifikation der Qualifikations- und Lernziele nach BLOOM (1973):
1= Kenntnisse: Wissen reproduzieren können; 2= Verständnis: Wissen erläutern können; 3= Anwendung: Wissen anwenden können; 4= Analyse: Zusammenhänge analysieren können; 5= Synthese: eigene Problemlösestrategien angeben können; 6= Beurteilung: eigene Problemlösestrategien beurteilen können

Literatur und Arbeitsmaterial

Wird während der Veranstaltung bekanntgegeben

Empfohlene Literatur:

  • Pretzsch, H. 2002. Grundlagen der Waldwachstumsforschung, Berlin, Parey. 414 S.
  • Röhrig, E., Bartsch, N. & von Lüpke, B. 2006.Waldbau auf ökologischer Grundlage. 7. Auflage. Ulmer: 479 S.

 

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